Landgericht Landau in der Pfalz: Verfahren vor der Strafkammer im Juli 2020

Vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Landau in der Pfalz beginnt am

Donnerstag, 2. Juli 2020, 9:00 Uhr, Sitzungssaal 309

folgendes Verfahren:

Tatvorwurf: versuchter Totschlag und Körperverletzung

Tatzeitpunkt: 13. Januar 2020

Tatort: Wörth

Dem 26 -jährigen, Angeklagten wird vorgeworfen, im Rahmen eines zunächst verbal geführten Streits plötzlich ein Messer gezogen und sein unbewaffnetes Gegenüber dreimal in den Rückenbereich gestochen zu haben, wodurch dieser lebensgefährlich verletzt wurde.

Vorgesehene Fortsetzungstermine: 6., 9., 13., 17., und 23. Juli 2020, jeweils 9:00 Uhr

 

Weiter beginnt vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts Landau in der Pfalz am

Montag, 6. Juli 2020, 9:00 Uhr, Sitzungssaal 309

folgendes Verfahren:

Tatvorwurf: gefährliche Körperverletzung

Tatzeitpunkt: 14.12.2017

Tatort: Klingenmünster

Dem 37 –jährigen Angeklagten, der an einer Intelligenzminderung leidet und bereits seit 2009 in einer Wohngruppe des Pfalzklinikums Klingenmünster untergebracht ist, wird vorgeworfen, im Speisesaal einem Mitbewohner im Streit Essgeschirr auf dem Kopf zerschlagen zu haben, wodurch dieser verletzt wurde. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus steht im Raum.

Vorgesehene Fortsetzungstermine: 9. und 14. Juli 2020, jeweils 9:00 Uhr

 

Weiter beginnt vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Landau der Pfalz am

Donnerstag, 16. Juli 2020, 9:00 Uhr, Sitzungssaal 309

folgendes Verfahren:

Tatvorwurf: Mord

Tatzeitpunkt: 8. Februar 2020

Tatort: Minfeld

Dem 32 –jährigen, aus dem Kosovo stammenden Angeklagten, der bereits mehrfach abgeschoben war und immer wieder und auch zuletzt illegal eingereist ist, wird vorgeworfen, seine Lebensgefährtin im fahrenden Auto durch 3 Schüsse in Oberkörper, Hals und Kopf heimtückisch getötet zu haben. Der wegen mehrerer anderer Delikte vorbestrafte Angeklagte soll in besonderer Weise eifersüchtig gewesen sein und bei einer (möglicherweise bevorstehenden) Trennung seiner Lebensgefährtin von ihm auch befürchtet haben, in seiner Ehre verletzt zu werden.

Vorgesehene Fortsetzungstermine: 20., 24., 27., 30., 31. Juli, 24. August, 10. und 11. September 2020, jeweils 9:00 Uhr

 

Nachlese:

in dem mit der Pressemitteilung für Juni 2020 angekündigten Verfahren gegen den 38 -jährigen, aus Frankreich stammenden Angeklagten, dem vorgeworfen wurde, in mindestens 17 Fällen größere Mengen Drogen, insbesondere Haschisch und Marihuana nach Deutschland eingeführt und hier verkauft zu haben, wodurch er einen Betrag in Höhe von ca. 39.000 € erlangt haben soll, hat die Kammer den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten verurteilt sowie die Einziehung von Taterträgen in Höhe von 14.750 € angeordnet. Die Kammer sah das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in 12 Fällen als erwiesen an. Der Angeklagte hatte sich dahingehend eingelassen, er handle nicht mit Drogen sondern mit Sportartikeln.